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Chronische Schäden nach Knöchelzerrung - Prävention liegt beim Patienten

San Francisco, März 2001 - Häusliches Training mit einem einfachen Stützverband verhindert wiederkehrende Zerrungen im Bereich des Fußgelenks und dauerhafte Schäden und Verletzungsanfälligkeit. "Der häufigste Grund, warum jemand sich das Fußgelenk verstaucht, ist der, dass das früher schon einmal passiert ist", konstatierte der Orthopäde Glenn B. Pfeffer auf dem Jahresmeeting der AAOS (siehe unten). Er erinnerte daran, dass wiederholte Verletzungen im Sprunggelenk zu Abnutzungen und Entzündungen im Gelenk und zu bleibender Instabilität führen können.

In manchen Sportarten sind Sprunggelenkverletzungen eher die Regel als die Ausnahme und stabile Sprunggelenke die Basis der Karriere. Dieser Schnappschuss eines Fouls wurde entnommen aus der Fansite von Hertha BSC.
Eine Studie, die von Michael J. Sherreff, Charleston, präsentiert wurde, zeigt, dass Patienten mit Verletzungen des Sprunggelenks meist auch weitere Verletzungen aufweisen, vor allem Läsionen und Entzündungen des Sehnen- und Bänderapparats im Bereich des Schienbeins, Ergüsse im Gelenkspalt, Frakturen oder Knochenabsprengungen.

Michael Bowman, Wexford, Pennsylvania, stellte eine Studie vor, die zeigt, dass Sprunggelenkszerrungen sehr effektiv behandelt und geheilt werden durch häusliche Übungen des Patienten, der das Gelenk dabei mit einem einfachen Stützverband aus der Apotheke oder Drogerie schützen und stützen muss: Eispackungen, ein elastischer Stützverband und elastische Binden helfen, das Fußgelenk wieder zu stärken. Dabei wird das Gelenk im Verlauf mehrerer Wochen in verschiedenen Übungen mit zunehmender Belastung und zunehmender Übungsdauer typischen Belastungen ausgesetzt, die beim Laufen und Springen auftreten können, bis eine schmerzfreie Belastung auf Alltagsniveau wieder möglich ist. Schonung, so Bowman, sei nur in der akuten Phase der Verletzung indiziert. Bereits nach kurzer Zeit sollte mit diesen Übungen begonnen werden, die jeweils mehrfach täglich bis zur Schmerzgrenze durchgeführt werden sollten.

Für die Prognostik gilt, dass eine angemessene und gründliche Rehabilitation und das Tragen des Stützverbandes bei künftigen sportlichen Aktivitäten die beste Prävention sind.

Jugendliche für die Prävention in eigener Sache gewinnen

Besondere Aufmerksamkeit, so Pfeffer, gelte Kindern und Jugendlichen: Sprunggelenkverletzungen in diesem Alter zögen mit großer Häufigkeit dauerhafte Schäden nach sich. Da Zerrungen in diesem Alter sehr häufig sind, sollten Schüler und Betreuer gut wissen, wie diese Unfälle zu verhindern und versorgen sind, um weitere Schäden zu vermeiden. Während im Normalfall für den Schutz des Sprunggelenks eine einfache Sportbandage ausreicht, sollte es schon ein festerer Stützverband sein, wenn bereits Verletzungen und Stürze vorausgegangen sind, wie Carol Frey, Los Angeles, betonte. Die American Orthopaedic Foot and Ankle Society, deren Präsident Shereff ist, hat eine große Aufklärungsaktion an High Schools gestartet. Ihre Slogans: STAY IN GAME und Keep your ankle strong, give it good support and it will support you.

Annual Meeting der American Academy of Orthopedic Surgeons (AAOS), 28.2.-4.2.2001, San Francisco.
Pressekonferenz am 2.3.2001.

Referenten:
Glenn B Pfeffer M.D., San Francisco; Carol Frey, MD, of Los Angeles; Michael J. Shereff, MD, of Charleston, S.C., president of the American Orthopaedic Foot and Ankle Society; and Michael Bowman, MD, of Wexford, Pennsylvania.

 

 

 

 

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